Problem Teleobjektive bei Düne 45 - Dia-Faszination-Natur-Afrika

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Fahrt nach Sossusvlei - Afrikanische Temperaturen versus moderne Kameratechnik

Nach einem gemütlichen Frühstück in vierbeiniger Gesellschaft und dem Umzug auf einen regulären Campingplatz
brechen wir gegen 10 Uhr nach Sossusvlei auf.  

Wir sind drei Tage hier und wollen es am ersten Tag ein wenig ruhiger angehen lassen.

Von den vielen Springböcken, Oryxen und Sträußen, die über die Straße laufen oder neben der Straße grasen,
lassen wir uns immer wieder gerne aufhalten.
Die vielen Tiere sind der Grund, warum auf der 60 km langen gut ausgebauten Straße nur 60 km/h erlaubt sind.
Aber bei der grandiosen Naturkulisse fährt man gerne etwas langsamer.

Leider stellt Manfred bei Düne 45 fest, dass sein brandneues 100-400-Tele-Objekte auf weitere Entfernung 

nicht richtig scharf stellt.
Wir mussten unsere Kameras beim Einchecken am Flughafen München ins Reisegepäck umpacken,
weil unser Handgepäck zu schwer war.
Im ersten Moment vermuten wir einen Transportschaden und der ganze Ärger beim Check-In kommt wieder hoch.

Als auch mein Objektiv exakt dieselben Probleme aufweist und die Probleme auch mit den beiden Zweit-Kameras auftreten,
die wir im Handgepäck transportiert haben, kommen uns Zweifel, ob das wirklich am Transport liegen kann.
Vielleicht liegt es auch am Hitzeflimmern. In der Mittagszeit herrschen Temperaturen um die 40 ° C im Schatten
und die Dünen liegen in der prallen Sonne.
Manfred macht unzählige Testfotos mit verschiedenen Entfernungen und mit unterschiedlichen Konstellationen.
Sobald das Motiv weiter weg ist, werden die Bilder unscharf.
Immerhin scheint das dritte Teleobjektiv mit Brennweite 70-300
zu funktionieren.

Wir fahren ziemlich frustriert zum Campingplatz zurück.
Wir haben für diesen Urlaub 3.000
€ in die beiden neuen 100-400-Objektive investiert,
den Verkauf der alten Objektive mit eingerechnet. Und jetzt das !
Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt.

Keine Canon-Reparaturen in Namibia

 

Ich rufe bei der Canon-Vertretung in Windhoek an.
Die machen keine Reparaturen und haben auch keine Ahnung, wer unsere Objektive reparieren könnte.

Also ruft Manfred beim Canon Professional Service in Deutschland an.
Dort erfahren wir, dass es in Namibia überhaupt keine Canon-Vertretung gibt, die Reparaturen durchführen kann,
sondern nur in Johannisburg.
Die Dame in der Canon-Vermittlung kann Manfred nicht zum Techniker durchstellen, verspricht aber einen baldigen Rückruf.

Damit ist das Thema Rückfahrt nach Windhoek und Kamera-Reparatur vom Tisch.
Eigentlich wollten wir das ohnehin nicht wirklich. Wir waren am Tag zuvor beide froh,
als wir endlich aus Windhoek raus waren.
Ich hatte gehofft, dass wir das Problem in Swakopmund lösen könnten.
Das liegt zwar nicht auf unserer geplanten Route, wäre aber eine attraktive Alternative gewesen.
Auf jeden Fall besser als die Rückfahrt nach Windhoek.

Weniger Fotos – weniger Arbeit beim Aussortieren ...

 

Während wir auf den Rückruf des Canon-Technikers warten, finden wir uns damit ab,
dass wir vielleicht etwas weniger Tier-Aufnahmen bekommen werden. Oder weniger gute.
Weniger Fotos – weniger Arbeit beim Aussortieren ...

Eigentlich sind wir nur wegen der Tierwelt hier und wollen natürlich auch möglichst viele und gute Fotos machen.
Aber Johannisburg ist entschieden zu weit weg und es würde sicher auch einige Tage dauern,
bis das Problem behoben wäre.

Manche mögen’s heiß – unsere Objektive nicht

Unsere Überlegungen werden gegen 16 Uhr vom Klingelton unseres Handys unterbrochen.

Der Canon-Techniker aus Deutschland bestätigt unseren Verdacht:
Das Problem liegt vermutlich tatsächlich an der großen Hitze und dem Hitzeflimmern.

Manfred hat die neuen Objektive zu Hause ausgiebig getestet – auch bei großen Entfernungen –
aber natürlich nicht bei afrikanischen Temperaturen mit Hitzeflimmern.

Gegen die extreme Hitze können wir natürlich nichts machen.

Also trösten wir uns damit, dass wir in der Mittagszeit normalerweise sowieso keine Tiere beobachten –
außer am Campingplatz. Aber die sind nah genug für gute Fotos.

Wie sich später herausstellen soll, war die ganze Aufregung umsonst.
In den entscheidenden Momenten haben unsere Objektive immer funktioniert.  
Nur von den Wanderern auf Düne 45 sind uns keine guten Aufnahmen gelungen.
Aber wegen denen sind wir auch nicht nach Namibia gekommen.

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