Chobe NP - Bootstour - Dia-Faszination-Natur-Afrika

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Bootstour im Chobe Nationalpark – Nichts für Kroko-Phobiker

 

Nach unserer Rundfahrt am Vormittag erkunden wir am Nachmittag den Chobe Nationalpark vom Boot aus.

Wir hoffen auf Tiere, die wir noch nicht gesehen haben – vor allem Krokodile – und auf nette Mitreisende.

Die Tour startet hinter einem Supermarkt in Kasane
Kurz nach uns kommt ein Paar in unserem Alter an.
Die beiden setzen sich grußlos auf den Boden und holen sofort ihre Smartphones raus.
Als sie sich gegenseitig die neuesten Nachrichten vorlesen, wird klar, dass sie aus einem unserer deutschsprachigen Nachbarländer stammen.
Die beiden sind mit einem weißen Südafrikaner unterwegs, der sich kurz darauf zu ihnen gesellt.
Dann kommt unser Guide an und wir können starten.

Nicht jeder freut sich über Krokodile

Bereits nach zehn Minuten Fahrt kommt das erste Krokodil in Sicht.

Manfred ist happy.

 

Die Dame hinter uns nicht.
Sie scheint eine ausgesprochene Aversion gegen Krokodile zu haben, aus der sie auch kein Geheimnis macht.
Ganz im Gegenteil.
Jedes Mal, wenn ein Krokodil auftaucht, bricht hinter uns leichte bis mittlere künstliche Panik aus,
die so lange anhält, bis das Untier wieder aus dem Sichtfeld verschwunden ist.

Wenn ich so eine Show abziehen würde, würde mir bestimmt jemand sagen, dass ich mich zusammen reißen soll.
Der reißt sich aber selber zusammen und sagt nichts.

Stattdessen frage ich die Krokophobikerin höflich, ob sie vielleicht schlechte Erfahrungen mit Krokodilen gemacht hat.
Ich erhalte keine Antwort.

Entweder sitzt die Ursache für die Phobie so tief, dass sie nicht mit Fremden darüber reden kann oder es ist nur Show.

Wir vermuten letzteres.

„Hummeldumm" lässt grüßen … (Satirischer Roman von Tommy Jaud über eine Reisegruppe in Namibia)

Deshalb machen wir auch nur organisierte Touren, wenn es nicht anders geht – z. B.  bei Bootstouren
oder zu den Victoria Fällen.

Da waren die anderen gestern schon und die Dame hat trotz Autan (Repellent) einen Stich abbekommen.
Wir empfehlen „NoBite". Hilft allerdings nicht bei Krokodilen

Zum Glück freuen sich alle über Warane und Hippos

Zur großen Erleichterung aller Deutsch-sprachigen Passagiere kommen irgendwann keine mehr in Sicht.
Und zum Glück hat keiner etwas gegen Warane – die ja eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Krokodil haben –
und gegen Hippos, die wirklich gefährlich werden können, wenn man ihnen zu nahe kommt.

Diese Gefahr besteht heute kaum, denn die meisten Hippos sind an Land.

Das haben wir bisher nur einmal gesehen – im Mahango Nationalpark im Caprivi.

Allerdings hatten wir da freie Sicht und konnten in aller Ruhe fotografieren.

Elefanten !

 

Hier versammeln sich grundsätzlich mehrere Boote, wenn es etwas zu sehen gibt.

Manchmal veranstalten die Bootsführer auch kleine Wettrennen – sehr zur Freude der Passagiere,
die sich gegenseitig zuwinken.

Als fünf Elefanten an den Fluss zum Trinken kommen, gibt es ein großes Wettrennen um die besten Plätze zum Fotografieren.

Eigentlich sollte es hier von Elefanten nur so wimmeln.

Trotzdem haben wir am Vormittag bei unserer dreistündigen Rundfahrt im Nationalpark keinen einzigen gesehen.

Auf unserer Bootstour sehen wir in vier Stunden nur zweimal Elefanten:

Einmal in der Ferne neben einigen Flusspferden und hinter vielen Booten und einmal am Fluss beim Trinken –
ebenfalls von vielen Booten umzingelt.

Dafür sehen wir zahlreiche andere Tiere und Tierarten, u. a. Büffel und vor allem viele Vögel.

Wir kommen am Anfang unserer Tour gleich sehr nah an eine Brutkolonie von Störchen heran und sind total begeistert –
bis wir das Krokodil entdecken, das scheinbar gerade den Nachwuchs dezimiert hat.
Auf diesen Anblick hätte auch ich gut verzichten können.
Aber das ist der Lauf der Natur und die nächsten Störche und alle weiteren Tiere bleiben von Fressfeinden verschont,
während wir sie beobachten.

Zeit totschlagen bis zum Sonnenuntergang

 

Der krönende Abschluss ist natürlich ein spektakulärer Sonnenuntergang.

Für den sind wir noch etwas zu früh dran.

Also dümpeln wir ziemlich lange vor einer Sandbank herum,
auf der es nicht viel zu sehen gibt.

Das kennen wir bereits von unserer Bootstour auf dem Okavango.  

Theoretisch könnte man die Touren einfach etwas verkürzen und eine Stunde später los fahren –
so wie Dan im Caprivi.

Der Leerlauf und das offensichtliche Zeit-Totschlagen stören alle Passagiere.

Dafür können wir den spektakulären Sonnenuntergang hinter der traumhaften Kulisse des Chobe erleben –
leider in voller Fahrt.

Da wird das Fotografieren zu einer kleinen Herausforderung.

Aber nach dem ständigen Fotografieren aus dem Auto heraus bin es schon gewohnt, die unmöglichsten Verrenkungen
zu machen, um das Motiv richtig drauf zu kriegen.

Und der Ehemann unserer Kroko-Phobikerin ist auch sehr bemüht, aus dem Bild zu gehen, wenn er zwischen
den Sonnenuntergang und mich gerät.

Und so findet die Vier-Stunden-Tour auf dem Chobe noch einen schönen Abschluss.

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