Bootstour mit Dan - Regen - Dia-Faszination-Natur-Afrika

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Feucht-fröhliche Bootstour mit Happy Dan und den Rainmakers

 

Wir sind am Vortag  bei strahlend schönem Wetter kurz nach 14 Uhr in Dan‘s idyllischem Mavunje-Camp
angekommen und hätten um 15:30 Uhr gleich auf eine Bootstour gehen können.
Aber nach der aufregenden Anfahrt brauchen wir nur noch eines – Ruhe und Erholung.
Also verschieben wir den Bootstrip auf den nächsten Tag.

Der perfekte Guide - in jeder Beziehung

 

Im Caprivi (Sambesi Region) hat es über sieben Monate nicht geregnet und der Wasserstand auf dem Kwando

ist an einigen Stellen so niedrig, dass Dan Mühe hat, das Motorboot durch die Untiefen zu manövrieren.

Ein paar Mal bleiben wir fast stecken – aber eben nur fast.
Dan beherrscht seinen Job.
Er lenkt das Boot zielsicher durch dichtes Schilf und Seitenarme, hält nebenbei Ausschau nach Tieren
und weiß von sämtlichen Vögeln auch die deutschen Namen.

Es ist bereits stark bewölkt, als wir los fahren.
Aber die Sonne kommt noch durch und die Landschaft sieht immer noch toll aus.
Nach einer halben Stunde ist es nur noch bewölkt und voll dicht – ohne Sonne.

Happy Hippos

 

Da machen sich die Hippos, deren Köpfe immer wieder aus dem Wasser auftauchen,
natürlich nicht mehr so gut wie am Tag zuvor in der Sonne vor unserem Campingplatz
im Ngepi Camp.
Dafür sind es hier 20 Tiere – so viele haben wir noch nie auf einmal gesehen.

Um die Ecke ist noch eine kleinere Gruppe, bei der ein großes Männchen sein müsste.
Dan meint, die wären ziemlich relaxed und wir kämen noch viel näher ran.
Gebannt schauen wir alle auf die Stelle, an der gerade ein paar Köpfe verschwunden sind.
Spätestens in fünf Minuten müssen die wieder auftauchen.
Tun sie auch -  nur 20 m weiter weg auf der linken Seite.
Das Männchen ist scheinbar nicht mehr bei der Gruppe und ohne Beschützer sind die Hippo-Damen
halt nicht mehr so zutraulich.
Macht nichts.
Kleine Gruppen bis zu acht Tieren haben wir schon öfter aus ziemlich kurzer Entfernung gesehen.
Und happy Hippos machen uns immer happy.

Der erste Regen nach über sieben Monaten

Der Kwando hat noch mehr zu bieten. Also fahren wir weiter.

In der Ferne ist erster Donner zu hören.

Wir sind bereits bei unserem ersten Bootsausflug im Caprivi (Sambesi Region) zwei Tage vorher 

in ein Gewitter geraten – allerdings ohne Regen. 

Diesmal gewittert es rundherum – überall sind Blitze zu sehen.
In der Ferne regnet es auch schon. Dann fängt es auch bei uns zu regnen an.

Dan meint, das ist in ein paar Minuten vorbei. Der Wind kommt von Westen, da regnet es normal nur kurz.

Scheinbar ist heute aber wieder gar nichts normal. Es regnet immer stärker.

Nach ein paar Minuten sind wir patschnass und müssen unsere Kameras Regen-sicher verstauen.
Der Regen legt noch einen Zahn zu.

Außerdem kommt noch starker Wind mit stürmischen Böen auf, der das Manövrieren des Bootes zunehmend erschwert.

Flucht vor dem Regen

 

Wir legen an und flüchten uns unter einen großen Baum, der Schutz vor dem Regen bietet.
20 m vor uns überquert ein Elefant den Fluss. Dann gesellt sich noch ein weiterer dazu.
Und wir haben keine Kamera dabei, weil die Regen-sicher auf dem Boot verstaut ist …

Aber wenigstens sind wir erst mal im Trockenen.
Eigentlich können wir kaum noch nässer werden.
Außerdem frösteln wir auch ein wenig.

Der Wind dreht in die ungünstige Richtung und wir können nur noch hoffen, dass der Regen trotzdem bald aufhört.

Regenmacher in der Wüste ...

 

Vielleicht sollten wir uns doch als Regenmacher in trockenen Gebieten bewerben ?

Als wir das erste Mal im Death Valley waren, hat es auch zu regnen begonnen – nicht so stark wie hier –
aber es hat geregnet.
Und das Death Valley gehört zu den trockensten Gebieten der Erde.

Happy Dan

 

Namibia hat auch lange unter der extremen Trockenheit gelitten.
Dan ist über das lang ersehnte Nass sichtlich erfreut und freut sich auch für die einheimische Tierwelt.
Wir finden es natürlich auch positiv, dass es endlich wieder regnet.

Aber muss das ausgerechnet heute sein, wenn wir eine Bootstour machen ?

Nach außen nehmen wir das ganze gelassen.

Irgendwie amüsiert es uns auch, dass sich ein Engländer über Regen freut …
Aber dieser Engländer lebt halt im Caprivi 
(Sambesi Region) und leidet unter der lang anhaltenden 

extremen Trockenheit - und zwar deutlich mehr als wir unter der kurz anhaltenden extremen Nässe.

Landausflug

 

Als der Regen etwas nachlässt, machen wir einen kleinen Spaziergang zu einem weiteren Baum.

Dan erklärt uns einiges.

 

Nebenan steht ein Leberwurstbaum. Die Früchte können 5 kg schwer werden und durchaus jemanden erschlagen,
wenn sie auf den Kopf fallen.
Deshalb achtet er immer, wo er sich unterstellt.

Wir haben vollstes Vertrauen, dass wir bei Dan nicht zu Schaden kommen.

Außerdem sind Mulden im Boden zu erkennen, neben denen eine Menge getrockneter Dung liegt.
Wir erfahren, dass das im Winter die Schlafplätze von Nilpferden sind.
In der heißen Jahreszeit kommen sie nur sehr selten an Land und schlafen im Wasser,
weil große Tiere sehr schnell austrocknen.

Uns wird bewusst, welches unheimliche Glück wir hatten, ein Hippo an Land zu sehen –
im Mahango Nationalpark im Westen des Caprivi 
(Sambesi Region)

Wir machen das Beste aus dem schlechten Wetter

 

Irgendwann lässt der Regen nach und wir können unsere Bootstour fortsetzen.

Die Klamotten sind auch bald wieder trocken und die Temperaturen werden wieder angenehmer.

Wir machen das Beste aus dem schlechten Wetter – Schlecht-Wetter-Aufnahmen der grandiosen Flusslandschaft.

Dan hält unermüdlich Ausschau nach weiteren Tieren.

Einen Löwen kann er nicht entdecken – denen ist es scheinbar auch zu feucht geworden.

Seltene Antilopen

 

Dafür sehen wir noch zahlreiche Antilopen, u. a. auch eine sehr seltene Art, die üblicherweise auf Inseln lebt
und bei Gefahr weg schwimmt.
Diese Tiere sind durch die lange Trockenheit ernsthaft bedroht.
Durch den niedrigen Wasserstand bilden sich immer mehr Landbrücken, die ihnen ihren Lebensraum rauben.

Wenn wir wirklich Regenmacher wären, würden wir noch länger hier bleiben und noch ein paar Mal Boot fahren …

Bei schönem Wetter kann jeder Boot fahren

 

Ein grandioser Sonnenuntergang entschädigt für die Wetterkapriolen.

Das sieht auch Hobby-Fotograf Dan so und fotografiert eifrig, während er mühelos das Boot zwischen Hindernissen
durch manövriert und in die optimale Position für das perfekte Fotomotiv bringt.

Nachdem der kurze Regenschauer natürlich nicht gereicht hat, um den Wasserspiegel ansteigen zu lassen,
müssen wir für die Rückfahrt mit unseren Stühlen ganz nach vorne rücken, damit Dan durch die zahlreichen
Untiefen durch kommt.

Ich scherze noch, dass wir vermutlich gleich aussteigen und schieben müssen.
Im nächsten Moment startet Dan durch und schon sind wir über die seichte Stelle drüber.
Dass ich für einen kurzen Moment in eine leichte Schräglage gerate, trägt sehr zur allgemeinen Erheiterung bei.

Spektakuläre Blitze um uns herum sorgen dafür, dass die Rückfahrt auch weiterhin nicht langweilig wird.

Wir legen pünktlich um 19 Uhr am Campingplatz an und sind uns einig, dass das eine echt aufregende Fahrt war.

Bei schönem Wetter kann jeder Boot fahren …

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